BIO UND REGIONAL AUS DEM SANDWICHMAKER: „SIMPLY TOAST“

22. Februar 2017

Seit dem 27. Mai vergangenen Jahres bleibt der heimische Sandwichmaker kalt. Seitdem gibt es nämlich eine neue Adresse in Kassel, die unseren Sandwich-Hunger stillen kann: „Simply Toast“. Dahinter steckt im Klartext „Kassels erster Laden mit leckeren Toasts“. In der Location einer ehemaligen Tankstelle kreieren Konstantin, Timo und Albert (der leider nicht auf dem Foto abgebildet ist, aber sicher genauso nett in die Kamera gelächelt hätte) schmackhafte Toasts mit dem Sandwichmaker. Gefüllt sind die knusprigen Dreiecke mit den feinsten Leckereien – und die sind bio und regional. Damit bieten die drei Jungs eine echte Alternative zu den mittlerweile altbekannten Burgerläden. Doch so simpel die Idee, so simpel das Toast? Ein Blick auf die Karte verspricht ungewöhnliche Kreationen. Aber kann das wirklich satt machen, so ein Toast? Wir nehmen schon einmal vorweg: Ohh ja!

In einer lockeren Atmosphäre bestellt man vorne an der Theke und macht es sich dann auf den selbstgebauten Palettenmöbeln gemütlich. Auf der Karte stehen neben süßen und herzhaften Toasts auch Pommes, hausgemachte Dips und Salat. Das Essen wird euch dann frisch zubereitet an den Tisch gebracht. Wenn ihr etwas trinken wollt, könnt ihr euch an den Kühlschränken einfach selbst bedienen. Hermannbrause, Chari Tea, Wasser von Viva con Agua und weiteres wartet dort. Bald gibt es auch regionales Bier im Angebot. Wer lieber etwas warmes zum Trinken mag, der kann sich auch einfach eine Kaffeespezialität bestellen – der Kaffee aus biologischem Anbau wird in Gudensberg geröstet.


Wir haben zum Probieren eine kleine Portion Süßkartoffelpommes mit dem Schmanddip bestellt. Dazu drei verschiedene Toasts:  Das „Pesto Pronto“ mit Tomate, Mozzarella und Pesto als Weizentoast, das „Ahle Worscht“ mit Ahler Worscht, Frischkäse, Feta, Zucchini, Basilikum und getrockneten Tomaten als Roggentoast und ein „Pulled Chicken“ Toast in der Vollkorn-Variante. Letzteres Toast gab es bei unserem Besuch als Special, welche monatlich wechseln und der Saison angepasst sind. Das Brot, das die Jungs von Bäcker Most aus Guxhagen beziehen, könnt ihr individuell zu eurem Toast wählen. Probiert haben wir alle Sorten und mussten feststellen, dass es durchweg knusprig daherkommt. Ganz anders also, als wenn man zuhause den Sandwichmaker anschmeißt. Das mag wohl auch an den qualitativ hochwertigen Zutaten liegen, die die Jungs verwenden. Aber auch der Inhalt der krossen Dreiecke ist nicht vergleichbar mit den Füllungen, die wir in unseren leidenschaftlichsten Toast-Sessions in der eigenen Küche produzierten. Das selbstgemachte Pesto in Verbindung mit den frischen Kirschtomaten und dem zart geschmolzenen Mozzarella lässt mich in Gedanken direkt wieder in Italien sein. Das Ahle Worscht Toast mit der nordhessischen Spezialität schlechthin aus der Tierfairbrik Hombergshausen könnte Sebastians Favorit sein, wenn da nicht dieses andere Toast wäre: Das hausgemachte „Pulled Chicken“ hat es ihm angetan – ausgerechnet das Monatsspecial! Übrigens gibt es auch vegane Toasts, wie zum Beispiel das „Rote Beete“, das mit einem hausgemachten Püree auf Chashewkern-Basis gefüllt wird.

Während die Toasts schon ziemlich satt machen – man muss bedenken, dass die Brotscheiben im Sandwichmaker stark zusammengepresst werden und im Magen wieder aufgehen – dürfen die Süßkartoffelpommes nicht zu kurz kommen. Nicht so fettig wie anderswo (man munkelt, hier wird ein gesundes Öl zum Frittieren benutzt!), sind sie ein wahrer Gaumenschmaus. Vor allem in Verbindung mit dem Schmanddip, dessen Oberfläche mit frischen roten Zwiebeln gesäumt ist. Mittlerweile habt ihr sogar noch eine größere Auswahl, was das Dippen angeht. Seit kurzem haben die Jungs neben Schmanddip und Salsa noch eine Zitronenmayo und einen Koriander-Knobi-Dip im Angebot. Und wem der Sinn nach etwas grünem steht, der bestellt einfach einen Salat! Getrunken haben wir zum Essen einen Pfefferminztee, dessen Minze aus dem Garten von Alberts Vater kommt. Dass die Zutaten aus der Region stammen wird hier also nicht nur so dahingesagt, sondern ist Fakt. Kein Wunder also, dass es Konstantin regelmäßig mit dem Einkaufskörbchen zur Erzbergerstraße zieht: Beim Mitgliederladen „Schmackes“ werden die feinsten Zutaten aus regionalem und ökologischem Anbau für den Toastladen eingekauft.


Hier steckt viel Liebe drin. Im Konzept und in den Toasts. Kein Wunder also, dass „Simply Toast“ Anziehungspunkt für die Sandwichliebhaber der Umgebung ist. Und wenn man sich doch mal übernommen hat, was die Portionen angeht (ein Toast sollte man nicht unterschätzen), kann man sich die vermeintlichen Pfunde beim Super Nintendo spielen wieder abtrainieren. Für den Sommer planen die Jungs auch ein paar Veranstaltungen draußen – seid also gespannt, was an der Tankstelle nahe der Fulda so passieren wird. Ansonsten machen die drei auch Catering (für Geburtstage, etc) und können schon verraten, dass sie im September alle Freunde guter Musik auf dem Musikschutzgebiet Festival mit leckeren Toasts versorgen werden.

Montag bis Freitag von 11:30 bis 20 Uhr und samstags von 12 bis 18 Uhr könnt ihr bei Simply Toast zum Mampfen kommen. Im Sommer bietet auch der Hof genug Platz, um in der warmen Sonne zu genießen. Das Kasseler Graffitiprojekt Colorcubes hat auch schon für ein bisschen Wandkunst gesorgt – jetzt fehlt nur noch ihr Kassel-Bewohner und -Besucher in der Weserstraße 2!


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