BAHNHOF KASSEL-WILHELMSHÖHE

21. August 2016

Wer mit dem ICE unterwegs war, steigt hier aus. Wer in 1,5 Stunden in Frankfurt sein möchte, steigt hier ein. Der Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe, von Einheimischen liebevoll „Willi-Bahnhof“ genannt, ist Kassels Fernbahnhof mit Verbindungen nach Hamburg, München, Paris oder Kopenhagen. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Hauptbahnhof, von dem aus man nicht so weit kommt – dort wartet man eher auf den Zug, wenn man nach Göttingen pendeln muss oder die Regiotram in Richtung Landkreis erwischen will.

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Einen Vorgeschmack – oder eben einen bitter-süßen Nachgeschmack – vom „Palast der Winde“ erhält man, wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, also Bus und Bahn an- oder abreist. Ein kurzer Aufenthalt unter dem monumentalen Dach über dem Bahnhofsvorplatz lässt schon erahnen, wie schön zugig es an unseren Bahngleisen sein kann. Eindrucksvoll ist sie trotzdem, diese überdimensionierte Tischplatte auf Säulen, von der man denken könnte, sie sei ein documenta-Kunstwerk.

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Bei der Durchsicht der Bilder dachte ich an die vielen Menschen, die ich in den letzten Jahren traf, die Kassel „nur von der Durchfahrt mit dem ICE“, als „die Stadt mit dem hässlichen Bahnhof“ kannten. Zugegebenermaßen, in unseren Bildern dominiert die Farbe grau. Wenn man genau hinsieht, fällt auf, dass man bei der architektonischen Gestaltung des Bahnhofs dafür umso mehr mit Formen spielte. Und wenn der Bahnhof mal kein Ort voller Lebendigkeit ist: Wie ein Ameisenhaufen erscheint unser Bahnhof, man kann sich auf eine Bank setzen und die eilenden Menschen mit Koffern und Rucksäcken beobachten, die den Bahnhof erst richtig bunt machen. Wem trotzdem ein bisschen „Grün“ fehlt, der darf den Blick auf die Blumen-Bilder genießen, die die Wände über den Treppen neben den Rampen zu den Gleisen schmücken.

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Neben einem Rossmann, der täglich bis 22 Uhr geöffnet hat, und einem Presseladen mit der besten Auswahl an Zeitschriften in Kassel, gibt es natürlich auch ein gastronomisches Angebot am Willi-Bahnhof. Um nicht McDonalds als erstes nennen zu müssen, gibt es einen Asiaten, einen Kiosk am Eingang, einen Bäcker, und und und: Im angrenzenden City-Center gibt es ein tegut, sowie weitere Bäcker, einen Metzger, einen Döner-Imbiss und ein indisches Restaurant. Besonders hervorheben wollen wir den kleinen aber feinen Brezelpoint „maik5“ direkt neben dem Gleis 2. Sebastian kann es kaum lassen, sich dort jeden morgen eine frische Schnittlauch-Brezel zu kaufen. Wenn ihr ein bisschen mehr Zeit habt, lohnt sich ein Besuch im eis Liebchen. In dem gemütlichen Café gleich am Bahnhof gibt es Leckereien wie Eis, Smoothies, belegte Brötchen und natürlich eine unglaublich leckere heiße Schokolade – von der kann Sebastian auch nur schwer ablassen!

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Weit über die Stadtgrenzen hinaus trifft man Menschen, die Kassel nur als Stadt mit dem zugigen Bahnhof kennen. Und vor Ort beklagt man sich über das vermeintlich hässliche Stadtbild mit der eigentlich schmucken Architektur der 50er Jahre. Doch die Waschbärenhauptstadt ist in Wahrheit nicht bloß schön, nein, sie hat sogar einiges zu bieten - deshalb wurde 2016 "Fuldaufer" von Lena Gehrmann und Sebastian Tam gegründet. Sie zeigen, wie und wo sie Kassel erleben und bieten Inspiration für Kassel-Bewohner und -Besucher. Erlebt Kassel mit ihnen: Kreuz und quer, kulinarisch und kulturell!

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